Monatsrückblick: Juli 2017

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Sonnige Urlaubsgrüße! Eine Woche außerhalb von Berlin soll mich selbstredend nicht davon abhalten, den allmonatlichen Rückblick zu veröffentlichen. Trotz emotionaler Turbulenzen, die mich zu Anfang noch daran zweifeln ließen, ob ich überhaupt mehr als eine Handvoll Filme geschaut bekomme, ist der Monat am Ende ziemlich voll geworden – auch wenn da viel Ablenkungsmaterial und wenig spannende Neuentdeckungen dabei sind. In der vorlesungsfreien Zeit warten nun auch wieder einige Hausarbeiten auf mich, die sich nicht von alleine schreiben werden und zu deren Gunsten bestimmt die eine oder andere DVD erst einmal liegen bleiben muss. Mal schauen, wie es heute in einem Monat aussieht. Bis dahin: Enjoy!


Pressevorführung:

War for the Planet of the Apes (US 2017, Matt Reeves)

Der beste der neuen Planet-der-Affen-Filme, weil er endlich versteht, dass die Affen die interessantesten Figuren dieser Geschichte sind und menschliche Protagonisten beinahe komplett aus sich verbannt. Entgegen der dämlichen Werbekampagne handelt es sich hier nicht um einen kriegerischen Actionfilm, sondern um ein stilles und emotionales Charakterdrama, das weder moralische Problemfragen noch bitteren Konsequenzen scheut. Zur Kritik auf Moviebreak / Zur Kritik auf Letterboxd

Valerian and the City of a Thousand Planets (FR 2017, Luc Besson)

Ein visuelles Wunderwerk voller Herzblut und gestalterischem Freigeist, das nur leider unter akuter Erzählarmut leidet und sich deshalb hilfesuchend in kunterbunten Nebenschauplätzen verrennt. Böse sein kann und sollte man diesem liebevollen Film nicht, aber wirklich gut fand ich ihn auch nicht. Vielleicht hat mir aber auch nur die schwindelerregende 3D-Technik ein bisschen die Sicht aufs Wesentliche verstellt; zumindest hoffe ich das. Zur Kritik auf Lethal Critics

Magical History Tour (Arsenal):

Los Angeles Plays Itself (US 2003, Thom Andersen)

Tatsächlich leidet der Film zunehmend unter der Komplexität seiner eigenen Intention, der Ausleuchtung von Los Angeles als kulturelles Phänomen. Keinen Winkel möchte er unerforscht, keine gesellschaftliche Randgruppe unerwähnt lassen; der Film ist ein einziges Schwelgen und Schwadronieren. Das ist oft spannend und komisch, aber kämpft bei einer Laufzeit von beinahe drei Stunden auch mit Leerlauf.

Berlin: Die Sinfonie der Großstadt (DE 1927, Walter Ruttmann)

Durchaus ein faszinierendes Zeitdokument, das mich vor allem in seinen ersten Momenten begeisterte, weil es die mechanischen Abläufe der Stadt scheinbar in einem Überlaufen schwarz-weißer Formen und Bewegungsströme ins Filmbild zu übersetzen schien. Diese Virtuosität der Montage kehrt leider nur ein einziges Mal in den Film zurück, der ansonsten nur hübsche Alltagsbilder aneinanderreiht. in 35mm

Creepy Crypt (Rollberg):

Evil Dead (US 2013, Fede Alvarez)

Der finale Kettensägenmoment ist schon geil. Ansonsten fehlt dieser Neuaufbereitung vor allem das große Herz des Originals, das seinen Humor noch tief verinnerlicht hatte, anstatt ihn so deutlich herauszustellen. Der thematische Ansatz, die Protagonistin hier gegen eine dämonische Verkörperung ihrer eigenen Drogensucht antreten zu lassen, verläuft sich ebenfalls rasch im exzessiven Blutregen.

Kino (regulär):

The Beguiled (US 2017, Sofia Coppola)

Ich habe selten einen so dröge inszenierten Film gesehen, der zugleich so unterhaltsam war. Vielleicht sind Sofia Coppolas inszenatorischen Handgriffe aber auch einfach zu subtil (ein Können, dass ich ihr im letzten Monatsrückblick noch entsagt habe), als dass sie sofort merklich in den Vordergrund treten; wie etwa die fernen Kanonenschüsse, die irgendwann zur einzigen konstanten Geräuschkulisse des Films werden und damit zum akustischen Vorboten der unter der Oberfläche des Frauenhauses schlummernden Gewaltbereitschaft. Ein Stimmungs- und Schauspielerfilm also – und ein ziemlich guter.

Dunkirk (US/GB/FR 2017, Christopher Nolan)

Einem verherrlichenden Pathos verschreibt sich Nolan hier zum Glück nie, aber der Unsinnigkeit des sogenannten Antikriegsfilms, der Krieg erst mitreißend erfahrbar macht, um ihn über diese filmische Repräsentation hinaus dann verurteilen zu wollen, kann auch er nicht entkommen. Bis auf zwei sehr fehlplatzierte Momente der emotionalen Instrumentalisierung ist das ein leerer, kalter und unbarmherziger Film darüber wie leer, kalt und unbarmherzig Krieg ist, und für diese Erkenntnis hätte es ihn gar nicht erst gebraucht. in 70mm / Zur Kritik auf Letterboxd

O Ornitólogo (FR/BR/PT 2016, João Pedro Rodrigues)

Nach dem ruhigen und zurückgenommenen Anfang beginnt sich der Film mehr und mehr einer kuriosen Traumlogik zu verschreiben, der er dann in zunehmend groteskere Szenarien folgt. Vielleicht muss man Christ sein, um den Film auch nur im Ansatz zu verstehen (mir ist er zumindest bis zum Ende seltsam fremd geblieben), aber zumindest fand ich ihn sehr faszinierend, gerade in seinen kurzen Anflügen von sexuell aufgeladenem Horror.

Daheim:

Rise of the Planet of the Apes (US 2011, Rupert Wyatt)

Sehr sauber und ohne jede Hast inszenierter Blockbuster, der seine wenigen Anflüge von Spektakel durch die nicht sehr komplexe, aber immerhin emotional treffsichere Charakterzeichnung erdet. Ich bin noch immer nicht der größte Fan der Computeraffen, aber wie Caesar von Andy Serkis Menschlichkeit eingehaucht bekommt, ist wirklich sehr beeindruckend. Ein schöner, weil gänzlich figurengetriebener Film.

Dawn of the Planet of the Apes (US 2014, Matt Reeves)

Unter Matt Reeves wird der Affenzirkus finster und schwermütig, leider aber auch merklich generischer. Um Emotionen und Charakterentwicklung ist auch diese Fortsetzung sehr bemüht, nur erzählt sie dabei leider eine ziemlich routinierte, um nicht zu sagen schrecklich vorhersehbare Geschichte, die vor allem unter der Blässe ihrer menschlichen Figuren leidet. Verhältnismäßig schwacher Mittelteil der Trilogie, aber trotzdem noch sehenswert.

The American (US 2010, Anton Corbijn)

Wirklich etwas Interessantes zu erzählen hat der Film nicht, daran können auch die fantastische Atmosphäre und das großartige Spiel von Clooney leider nichts ändern. So angenehm ruhige, über weitere Strecken nur visuell erfahrbare Filme wie dieser treffen aber dennoch einen Geschmacksnerv bei mir.

Far From Heaven (US 2002, Todd Haynes)

Inwieweit sich der Film vielleicht nur als Referenz, wenn nicht gleich gänzlich als Emulation Douglas Sirks versteht, kann ich nicht beurteilen, da ich noch keinen einzigen Film von Douglas Sirk gesehen habe. Das Einzige, was ich zu diesem Zeitpunkt also über den Film sagen möchte, ist, dass er mir so gut gefallen hat, dass ich jetzt unbedingt jeden einzelnen Film von Douglas Sirk schauen möchte.

I’m Not There (US 2007, Todd Haynes)

Ich hatte in keiner einzigen Sekunde dieses Films auch nur die geringste Ahnung, was eigentlich passiert. Genossen habe ich es trotzdem im höchsten Maße. Marry me, Cate Blanchett.

The Lion King (US 1994, Roger Allers & Rob Minkoff)

Das erste Mal seit Kindheitstagen gesehen, wegen meiner neugewonnenen Abneigung gegenüber der Schönen und dem Biest mit großer Angst. Dann aber doch gelacht und geheult und am Ende mit leuchtenden Augen dabei zugesehen, wie Simba den Königsfelsen erklimmt. Außerdem erstmalig dem exzellenten Voice-Cast im Original lauschen können, was zu VHS-Zeiten noch nicht möglich war.

Top Gun (US 1986, Tony Scott)

Diesen Film habe ich nicht verstanden. Ich hatte keine Ahnung, wer in welchem Flieger sitzt und was diese Flieger da überhaupt in der Luft machen, warum die ersten paar Töne von „Take My Breath Away“ alle paar Minuten die Hoffnung schüren, all das würde in einen Schwulenporno umschlagen (was es dann nie tut), und wieso Tom Cruise anscheinend der Meinung ist, jemanden zu küssen würde bedeuten, dessen Mund mit der eigenen Zungenspitze von innen auszuhöhlen. Diesen Film habe ich wirklich nicht verstanden. Und schrecklich langweilig war er obendrein.

Romancing the Stone (US/MX 1984, Robert Zemeckis)

Feine, kleine Abenteuerkomödie mit einem irre lustigen Danny DeVito.

Forrest Gump (US 1994, Robert Zemeckis)

Ein weltfremder Märchenulk, der seine große Tragik für süßliche Kitschmomente und allerlei Zuschauertränen instrumentalisiert. Reizlos ist das nicht, aber eben auch sehr verlogen und im Rahmen seines Kults womöglich sogar hassenswert.

Cast Away (US 2000, Robert Zemeckis)

Tom Hanks kommt die Aufgabe zuteil, diesen Film ganz allein auf den Schultern zu tragen, und er meistert sie mit Bravour. Wirklich interessant wird Cast Away aber tatsächlich erst, wenn er seine Prämisse überwunden hat und sich mit den menschlichen Konsequenzen ebendieser auseinandersetzt, leider in von Alan Silvestris Musik verkitschten Regenszenen.

Immortals (US 2011, Tarsem Singh)

Volldigitale Studionummer im verspäteten Windschatten von 300 und Konsorten, die dank Tarsem Singhs eigenwilliger Vision durchaus 1-2 schmucke Bilder hergibt. Gruselig übler Mumpitz ist das aber trotzdem.

The Nightmare Before Christmas (US 1993, Henry Selick)

Süß und einfallsreich, leider aber auch ohne den emotionalen Punch und die Spannung von Stop-Motion-Konkurrenten wie Frankenweenie oder Coraline (letzterer ebenfalls von Selick). Trotzdem: sieben von zehn Halloween-Kürbissen, oder so.

Brick (US 2005, Rian Johnson)

Ich hatte ehrlich gesagt darauf gehofft, mich voll und ganz in diesen Film zu verlieben, weshalb ich mit „mögen“ nicht so ganz zufrieden bin. Trotzdem fand ich ihn wieder ungemein faszinierend, aus offensichtlichen Gründen.

Resident Evil: Apocalypse (GB/FR/DE/US 2004, Alexander Witt)

Smoking is cool, kids. Schon irgendwie ironisch, dass die Resident-Evil-Filme ihre Vorlage ja anscheinend so sehr verraten, aber trotzdem komplett in Videospiel-Manier und -Ästhetik aufgezogen sind; der zweite Teil noch deutlicher als der erste. Trotzdem fand ich ihn etwas weniger unerträglich als letzteren, warum auch immer.

Resident Evil: Extinction (US 2007, Russell Mulcahy)

Der erste richtige Film der Reihe, weil er sich aus der Erzählmechanik eines Videospiels löst, echte shot compositions aufzubieten hat (sogar einige richtig saftige) und sich in seiner Geschichte immerhin so etwas wie Menschlichkeit bewahrt. Plus: das in jeder Nahaufnahme des Films bis zur Unkenntlichkeit digital geglättete Gesicht von Milla Jovovich sorgt immer wieder für echte Lacher.

The Shawshank Redemption (US 1994, Frank Darabont)

Rührseliger und gefallsüchtiger Knastkitsch, aus dem Märchenonkel Morgan alles Schlimme und Unangenehme immer rasch wegerzählt. Wenn übel kalkuliertes Erzählkino eine der größten Plagen des Hollywood-Kinos der 90er Jahre war, dann ist Shawshank wahrscheinlich ihr konsequentester Ausdruck. Und womöglich auch der am meisten überbewertete Film aller Zeiten.

Aufholjagd fürs Kinojahr 2017: 

Lion (US/GB/AU 2016, Garth Davis)

Von 120 auf 5 Minuten heruntergekürzt, wäre das ein tauglicher Werbespot für Google Earth; prominent besetzt, arg gefühlsduselig, based on true events usw. usf. So ist er nur reichlich ödes Erbauungskino für die Oscarcrowd, in dem Nicole Kidman für die bis jetzt bekloppteste Szene des Kinojahres sorgt, wenn sie von einer Vision aus Kindheitstagen erzählt, in der ihr ein schwarzer Junge erschienen ist („And for the first time in my life I felt something… good“).

The LEGO Batman Movie (US 2017, Chris McKay)

So kunterbunt wie einfallsreich, und dabei auch noch der beste Batman-Film seit einer gefühlten Ewigkeit. Wäre da nicht die etwas strapaziöse Hysterie des dritten Akts, hätte der tolle The LEGO Movie vielleicht sogar noch übertrumpft werden können. Zum Letterboxd-Review

Die Hölle – Inferno (DE/AT 2017, Stefan Ruzowitzky)

So unheimlich wie der Film den ersten Blickkontakt zwischen Protagonistin und Antagonist inszeniert, ist für einen kurzen Moment richtig Hoffnung in mir aufgewallt. Dann enttäuscht Die Hölle aber doch, denn radikales Genrekino ist das nicht, nur ein mit Autocrashs, Blutfontänen und etwas Küchenpsychologie aufgerüsteter Fernsehkrimi.

Power Rangers (US 2017, Dean Israelite)

The Breakfast Club meets Transformers meets jeden Superheldenfilm der letzten paar Jahre. Trotz dieses Schreckversprechens (und der wackeligen Billo-Ästhetik) fand ich das bis zum Finale gerade noch so erträglich, ab da dann aber nur noch unsagbar quälend.

Hidden Figures (US 2016, Theodore Melfi)

Gefälliger Crowdpleaser, der glaubt den tief in der amerikanischen Psyche verankerten Rassismus so einfach (auf)lösen zu können wie seine Protagonistinnen ihre mathematischen Formeln. Wenn der Abspann zu rollen beginnt und der Film sein (größtenteils wahrscheinlich aus weißen Großmütterchen bestehendes) Publikum mit wohligem Gefühl im Bauch und ein paar Tränchen der Rührung im Augenwinkel nach Hause schickt, könnte man zumindest meinen, dass der Welt nun auch die letzten Anklänge rassistischer Diskriminierung ausgetrieben wurden – ein zuckersüßer Irrglaube, den dieser verlogene Mistfilm zugunsten seines Wohlfühlflairs propagiert.

Werkschau: Christopher Nolan

Following (GB 1998)

Verschachtelt erzählte Verlierergeschichte, die stimmungsvoll unterhält und einen guten Ausblick auf Nolans Karriere gibt. Was wohl aus Jeremy Theobald geworden ist?

Memento (US 2000)

Kein Erzähl-, sondern ein Erklärfilm. Nicht nur das narrative Gimmick, sondern auch die tragische Gefühlswelt des Protagonisten wird hier bis ins kleinste Detail ausbuchstabiert, bis jeder Anflug von tatsächlicher Spannung oder gar Emotionen im Keim erstickt worden ist, begraben unter einer Lawine aus eitel durchexerzierter Begrifflichkeitswut. Nolans schlechtester Film.

Batman Begins (US 2005)

Der erste Superheldenfilm, dessen Drehbuch exklusiv nur noch aus Kalenderweisheiten besteht. Einen Faustkampf kann Nolan genau so wenig inszenieren wie einen Mann im Fledermauskostüm, zumindest nicht ohne dass der tatsächlich wie ein Soziopath wirkt (der unsympathisch aufspielende Christian Bale wirkt dem nicht gerade entgegen). Emotional ist dieser Film aber immer noch im höchsten Maße befriedigend, was vor allem dem bestechenden (Neben)Darsteller-Ensemble zu verdanken ist.

The Dark Knight (US 2008)

Überlanger und erzählerisch überfrachteter Koloss von einem Film, der vor allem in seiner ersten Hälfte viel Zeit vertrödelt, mit öden Mafia-Verstrickungen und noch öderen Actionszenen. Sobald der Plan des Jokers aber Gestalt annimmt und der Film immer mehr eingehüllt wird in die betäubenden Tinnitus-Klangteppiche Hans Zimmers, kristallisiert sich hier ein finsterer Stimmungsfilm heraus, der bestechend ist in seiner Konsequenz und Grausamkeit. In den Kontext seiner Rezeption gesetzt mag er auch noch immer absurd überbewertet sein, aber der letzten Stunde kann ich mich einfach nicht entziehen.

Inception (US 2010)

Nolans erklärigster Erklärfilm, damit also zweifellos der unentwegten Ausbuchstabierung seiner selbst und allerlei eitlen Schlaumeier-Posen schuldig. Trotzdem zwingt mich die brillant strukturierte Erzählung des Films immer wieder in die Knie, eben gerade weil sie so enorm spaßige Wege zur Gestaltung ihrer Exposition findet und die Weichen für ein mitreißendes Heist-Movie stellt, das entgegen aller Einwände einen starken emotionalen Kern beherbergt.

The Dark Knight Rises (US 2012)

Eine gegeißelte Geiselstadt, ein maskierter Hüne, eine katzenhafte Einbrecherin, ein Grubengefängnis am Ende der Welt und am Ende schließlich eine tickende Atombombe – all das ist so albern, dass es sogar funktionieren könnte, würde Nolan nicht glauben, es im seriösen Gestus des Vorgängers erzählen zu müssen. Als würde er seinen eigenen Joker verhöhnen, riskiert er die Schlacht um Gothams Seele am Ende bei einem Faustkampf – und der ist nicht nur dilettantisch in Szene gesetzt ist, sondern steht auch exemplarisch dafür ein, wie sehr dieser stumpfsinnige Film seinem Vorgänger intellektuell unterlegen ist.

Interstellar (GB/US 2014)

Eine Abkehr vom sterilen Kino der gläsernen Oberflächen und schwarzen Anzüge, und der erste Film seines Regisseurs, der uns einen Einblick in dessen Gefühlswelt erlaubt: Christopher Nolan, nicht länger nur Konstrukteur filmischer Labyrinthe, sondern auch der Vater einer Tochter. Offenbaren tut sich hier eine robotische, fremde, scheinbar von Unverständnis für menschliche Emotionen erfüllte Gefühlswelt, aber dennoch eine seltsam rührende. Vielleicht weil es nur logisch ist, dass ein Technokrat wie Nolan die Liebe erst zu einer quantifizierbaren Einheit erheben muss, um uns ihre alles überwindende Kraft zu beweisen – es ist eine steife Art, sich zum Kitsch zu bekennen, aber irgendwo doch auch eine schöne, weil sehr persönliche.

Zum Monatsrückblick auf Moviebreak

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