A Ghost Story (2017)

© Universal Pictures

Das quadratische Bildformat rahmt immer wieder Einstellungen, die so zerbrechlich erscheinen, dass man fürchtet sie beim kleinsten Windhauch so ineinanderfallen zu sehen wie die Laken der erlösten Filmgespenster. Mit großem Vertrauen in die Macht des Stillstandes taucht der Film in wohltuend langsame Momente ein, deren Gefühle sich stets von selbst unter der Oberfläche zu artikulieren scheinen. Geisterdialoge werden mit Untertiteln versehen, die Konversationen der spanischen Familie, die nach M das Haus beziehen, bleiben unverständlich – als könne der Film nur noch aus seiner Isolation heraus von der Welt der Lebenden erzählen, die kommunikative Grenze der Geisterwelt nicht länger überwinden. Wenn Lowery sein Gespenst unerklärt umherstreifen lässt, durch Vergangenheit und Zukunft, über verwilderte Grasflächen und futuristische Wolkenkratzer, dann destilliert er aus diesen Bildern eine atemberaubende Wehmut heraus.

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