The Dark Half (1993) – Kurzkritik

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© MGM

Wenn sich am Ende des Films mit Thad Beaumont und George Stark Kreateur und Kreatur in ihrem Arbeitszimmer gegenüber sitzen, und abwechselnd die Nahaufnahmen ihrer gleichen, unterschiedlichen Gesichter das Bild ausfüllen – das eine glänzend und jugendlich, das andere blutig, verfault und fratzenhaft – ist der Zuschauer von Timothy Huttons begnadetem Spiel längst dazu verführt, den tapsigen Familienvater gedanklich vom ruchlosen Mörder zu trennen. Die klug überlegten Schnitte und aufwendigen Make-Up-Effekte tragen ebenfalls dazu bei, dass man der Illusion der Erzählung unfreiwillig zu verfallen beginnt und sich die beiden Hauptprotagonisten des Films einem so irgendwann als eigenständige Figuren präsentieren, was ihrer finalen Konfrontation – von eigenem Angesicht zu Angesicht – eine charmante B-Note verleiht. Sowieso versteht sich The Dark Half über weite Strecken weniger als Horrorfilm denn als sleaze-iger Thriller; und auch als autobiographisches Gedankenexperiment zwischen Pulp und Psychologie – die Romanvorlage stammt immerhin von Stephen King, der sich einige schlechte Eigenschaften mit seinem Protagonisten teilt. Im Kopf bleibt hier vor allem Christopher Youngs Musik, die diesen dunklen, schönen und garstig vergnüglichen Film bis zum Schlussbild nach „Danny Elfman’s Suspiria“ klingen lässt.

Zum Heimkinostart auf Lethal Critics erschienen.

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